Stand: November 2022
Die Flugbetriebsordnung (FBO) der „Bergsträßler Drachen- und Gleitschirmflieger e.V.“ regelt den sicheren Betrieb und ist die Grundlage für die Zulassung und Erhaltung des Fluggeländes am Ölberg in Schriesheim.
Grundsätzliche Voraussetzungen für alle Pilotinnen und Piloten:
- Eine gültige Einweisung. Die Bestätigung dafür muss, insbesondere von Gästen, immer mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.
- Eine gültige Fluglizenz (A- oder B-Lizenz), die mindestens seit einem Jahr besteht.
- Ausreichend Flugerfahrung: Mindestens 50 Höhenflüge nach dem Erwerb des A-Scheins.
- Eine solide Starttechnik. Der Start führt über eine Klippe und hat einen flachen, sehr kurzen Anlaufweg.
- Eine solide Landetechnik, wegen Flug-Mischbetrieb Drachen und Gleitschirm.
- Eine Teilnahme an einem Baumrettungskurs wird empfohlen.
Während des Flugs sind mitzuführen:
- Wegen des Anflugkorridors EDFM ein Gerät zur Aufzeichnung des Flugwegs mit Höhendaten als IGC-Datei. Es besteht Aufzeichnungspflicht.
- Ein auf die Startplatzhöhe von 370 m NN eingestellter Höhenmesser.
- Eine einsatzbereite sowie im Flug erreichbare Sicherheitsausrüstung („Baumrettungsset“), bestehend aus:
Bandschlinge (mind. 120 cm) mit Kletterkarabiner, Baumrettungsschnur und Trillerpfeife. - Ein funktionsbereites Mobiltelefon.
Zusätzlich für die Gastflieger (siehe auch Gästeregelung):
- Bei jedem Start eines Gastes muss ein Vereinsmitglied am Startplatz anwesend sein.
- Die Tagesmitgliedschaft wurde bezahlt.
Flugbetrieb Beginn anmelden:
- Vor Aufnahme des Flugbetriebs am Ölberg ist der Tower Flughafen Mannheim per Telefon (0621/41939-20 oder -21) zu informieren.
- Die Meldung ist im Flugbuch zu dokumentieren (siehe Flugbuch).
Vor dem Start:
- Jede Pilotin und jeder Pilot muss vor jedem Start den geplanten Flug in das Flugbuch eintragen. (siehe Flugbuch).
Startplatz (siehe auch Fluggelände):
- Der Startplatz ist ausschließlich zu Fuß oder mit dem Vereinsbus zu erreichen (siehe Busbetrieb).
- Eine Anfahrt mit dem privaten PKW ist strengstens verboten! Ebenso dürfen die Feldwege zwischen Schriesheim und Dossenheim nicht mit privaten Fahrzeugen befahren werden.
- Die Startvorbereitungen sind seitlich der GEO-Matten durchzuführen.
- Auf den GEO-Matten können 3-4 Schirme nebeneinander ausgelegt werden. Bitte helft den startbereiten Pilotinnen und Piloten, damit die Starts zügig erfolgen können.
Gefahren am Startplatz:
- Bei Seitenwind bilden sich im Bereich der Startschneise gefährliche Leewirbel.
- Beim Flug aus der Waldschneise werden bei Seitenwind turbulente Zonen durchquert.
- Die Windanzeiger am Startplatz zeigen nur den Wind in der Waldschneise an.
- Die angezeigte Windrichtung in der Waldschneise kann von der überregionalen Windrichtung
am Ölberg stark abweichen. - Zur Sicherheit sind unbedingt alle Windfahnen und die verfügbaren Wetterstationen in der
Umgebung (z.B. Königstuhl, Melibokus) sowie die Flaggen im Industriegebiet Schriesheim entlang der S-Bahntrasse zu beachten. - Bei deutlich östlichen, nördlichen und südlichen Winden kann das Starten lebensgefährlich sein, im Zweifel ist immer auf einen Start zu verzichten!
Hinweise zum Flug:
- Aus Rücksicht auf die Wanderfalken ist von der Naturschutzbehörde vertikal sowie horizontal ein Mindestabstand von 100 Metern zum Steinbruch vorgeschrieben.
- Während des Flugs kann sich die Windgeschwindigkeit stark erhöhen. Auf ausreichende Höhe zum Landeplatz achten.
- Das Einfliegen in umliegende Steinbrüche und naheliegende Siedlungen ist lebensgefährlich.
- Da im Gelände Ölberg häufig am Hang geflogen wird sind unbedingt die aktuellen Hangflugregeln des DHV zu beachten. DHV Ausweichregeln (PDF).
- Am Ölberg herrscht ein Flug-Mischbetrieb von Drachen- und Gleitschirmen mit jeweils sehr unterschiedlichen Fluggeschwindigkeiten.
- Zur Sicherheit ist während des Fluges ständige Aufmerksamkeit sowie Umsichtigkeit mit Blickkontakt zu anderen Pilotinnen und Piloten erforderlich.
Sicherheitszone:
- Im Bereich des Ölbergs verläuft die Anflugzone zum Flughafen Mannheim (EDFM).
- Um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten wurde von den „Bergsträßler Drachen- und Gleitschimflieger e.V.“ eine Sicherheitszone festgelegt.
- Eine detaillierte Beschreibung zur Sicherheitszone ist hier zu finden: Sicherheitszone
- Die Sicherheitszone ist absolut zu meiden.
Landeplatz (siehe auch Fluggelände):
- Der Landeplatz ist ein 12 m breiter und 200 m langer Geländestreifen zwischen der Sitzbank am Birnbaum und der S-Bahntrasse.
- Beim Anflug in die Position ist auf eine ausreichende Höhe zu achten.
- Die Position dient zur Einordnung sowie zum Höhenabbau bis zum Beginn der Landevolte und ist obligatorisch.
- Das Flugbild der Landevolte besteht aus einem eindeutigen und gut erkennbaren Gegen-, Quer- sowie Endanflug (siehe Bild unten).
- Bitte bedenkt, dass ein Drachen bei der Landung in einem höheren Geschwindigkeitsbereich als ein Gleitschirm fliegt und daher erheblich mehr Platz benötigt.
- Für Drachen ist ein Ausweichmanöver während der Landevolte fast unmöglich und äußerst gefährlich.
- Bei hohem Gras darf nur der gemähte Streifen in der Mitte zur Landung benutzt werden.
- Verlasst den Landebereich dann durch den freigelegten Gang auf Höhe der Hütte oder am Anfang/Ende des Landeplatzes über die Wege.
- Das Gleitschirmpacken und der Drachenabbau erfolgt ausschließlich auf dem Vereinsfeld östlich und westlich der Vereinshütte. (siehe Fluggelände)
- Beim Verlassen des Fluggeländes dürfen die Nachbargrundstücke nicht betreten werden. (siehe Fluggelände)

